Archiv des Autors: Dagmar Sedlak-Breil

Trikots selbst gemacht

Wie kommt man auf die Idee, für Voltigierer einen Nähkurs anzubieten? Ganz einfach. Nicht nur für die Turniere werden schöne Trikots benötigt, auch für das normale Training. Besonders im Winter braucht man warme Trikots. Zum Glück gibt es dafür Lycra-Stoff, der besonders dick ist. Aber wie geht man da am besten vor, sowas zu nähen, damit es auch gelingt? Da diese Fragen hier und da im Training gefallen sind, wurde dann schnell entschieden, dass dafür ein spezieller Nähkurs hermuss.

Nach einer kurzen Planung fand sich sogar ein Raum, der groß genug war. Auch die beiden Hobbynäherinnen Jutta und Dagmar erklärten sich bereit, so ein Kurs durchzuführen und ihre Erfahrungen weiterzugeben. So ging Anfang November die Einladung an die Mädels der ersten vier Leistungsgruppen. Dabei sollte schon etwas Näherfahrung vorhanden sein und am besten auch eine eigene Nähmaschine oder noch besser eine Overlock mitgebracht werden. Die Planung sah so aus, dass in den vier Terminen mit jeweils drei Stunden jeder Teilnehmer sein Trikot fertigbekommen sollte. Schnell haben sich vier Mädels und eine Mama gefunden, die das Experiment mitmachen wollten.

Am ersten Termin wurden zuerst die Schnittmuster vorbereitet. Da zwei Trikots zweifarbig werden sollten, wurde zusätzlich die passenden Muster überlegt und vorbereitet. Die ersten drei Stunden sind sehr schnell verflogen und nicht alle hatten den Stoff fertig zugeschnitten. Die Erfahrung muss man erst machen, dass fünf Trikots gleichzeitig zuzuschneiden schon aus Mangel an Tischfläche nicht funktioniert.

Ab dem zweiten Termin fanden sich zusätzlich zwei Klapptische ein, die schnell in Anspruch genommen wurden. So wurde an den stabilen Tischen begonnen, die bereits zugeschnittenen einfacheren Trikots zusammenzunähen. Hier war vor allem Jutta gefragt, wenn es unter anderem um das Einnähen des Zwickels ging. Das ist ein etwa quadratisches Stück mit zwei runden Ecken für vorne und hinten, das im Schritt angenäht wird, damit die Beine mehr Bewegungsfreiheit haben. Dies muss zuerst mit der Hand in die enge Rundung im Schritt eingepasst werden. Die Schwierigkeit ist dann, die Stoffe mit einer Nähmaschine ohne Falten zusammenzunähen. Nach einem prüfenden Blick von Jutta durfte dann fast jede Teilnehmerin die Naht wieder aufmachen und nochmal zusammennähen.

Parallel dazu erklärte Dagmar den beiden Mädels, wie sie die farbigen Stücke zuschneiden könnten. Um den dehnbaren Stoff passend auszuschneiden, wurde ein spezielles wasserlösliches Flies verwendet. Dieses verstärkt den Stoff und die Schnittkante kann besser zugeschnitten werden. Da die Applikation über das Oberteil gehen sollte, musste es auch entsprechend an dem schwarzen Stoff passend gelegt und vor dem Festnähen fixiert werden. Nachdem die Kante mit einem Zickzack vernäht wurde, hat das Flies ausgedieht und es konnte ausgewaschen werden. Diese Arbeiten haben etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht, wobei das Auftrennen schiefen Stiche zusätzlich dauerte.

Es wurde auch schnell klar, dass die Zahl der Teilnehmer bei dem nächsten Kurs auf vier beschränkt werden muss, um allen Teilnehmen gerecht zu werden. Da der dritte geplante Termin nicht allen passte, wurde ein weiterer Termin eingeschoben. Nach allen Terminen, bei denen jeder fleißig genäht hat, sind die Trikots fertig geworden. Das Ergebnis lässt sich sehen. Da bekommt man Lust mehr zu machen.

Impressionen zum Nähkurs:

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Mutig ans Pferd

um „Pferdeführerschein“ bei Bettina Strupp zu machen

Ein Pferd ist durchaus deutlich schwerer und größer als ein Mensch, was bei manchen Zweibeinern eine Zurückhaltung oder sogar gewisses Angstgefühl verursachen kann. In Wirklichkeit ist es gar nicht so schlimm, sich mit einem Pferd zu beschäftigen, wenn man weiß, wie man sich verhalten soll. Da bei Turnieren schon mal der Longenführer auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist, ist so ein Lehrgang eine hilfreiche Vorbereitung.

So fanden Mitte November vier „mutige“ Mamas den Weg in die Halle, um sich von Bettina Strupp diverse Tricks und Tipps zu holen, um den Umgang mit den tollen Geschöpfen entweder zu erlernen oder einfach wiederaufzufrischen. Als erstes wurden die nötigen Heunetze gestopft und gewässert. Die staubempfindlichen Pferde bekommen nur nasses Heu, bei dem der Staub durch das Wasser größtenteils ausgeschwemmt wurde.

Für die geplante Bodenarbeit wurden unterschiedlichen Stationen in der Halle aufgebaut: Kegeln, um die man gehen sollte, eine Plane als Wasserersatz, Stangen, die gekreuzt an einer Seite höher standen usw. Nachdem die Vorbereitungen getroffen waren, ging es schon an die Pferde.

 

Jeder durfte ein Pferd aus der Box holen und in der Halle festbinden. Unter den hilfreichen Anweisungen fand jede das richtige Werkzeug, um die Pferde zu striegeln. Nur bei dem Hufauskratzen gab es hier und da noch Hilfestellung. Schließlich muss man auch wissen, woran ein Pferd erkennt, dass er ein Bein heben soll und andererseits muss der Mensch wissen, wie man es dem Pferd vermitteln soll. Die nächste Steigerung bestand darin, das Pferd richtig zu trensen.

Und schon ging es weiter mit Führen und Bodenarbeit: um die Kegel und über die Plane gehen, rückwärtsgehen, anhalten und viel mehr. Zwischendurch wurde auch die Theorie besprochen wie z.B. ein Pferd sieht oder hört. Die Übungen waren nicht nur für die Übenden anstrengend, auch für die Pferde war die Arbeit anstrengend, denn auch sie mussten sich konzetrieren, die Zeichen der Führer richtig deuten und auch ausführen. Die Belohnung für die Pferde bestand im Gang auf die Koppel, was ebenso als eine notwendige Übung ausgelegt war. Den beim Loslassen der Pferde kann schon was passieren, wenn diese schnell wegrennen wollen. Auch hier gab es ein kleiner Trick in Form von einer Möhre und dem richtigen Drehen des Pferdes bevor der Halfter runtergenommen wird.

Am nächsten Tag wurden die gelernten Sachen kurz wiederholt: Pferde von der Koppel holen, putzen und die vielfältige Bodenarbeit. Der Schwierigkeitsgrad bestand dann in dem Gangwechsel. Da muss man auch schon mithalten können. Ein großer Teil der Zeit wurde der Verladung der Pferde in den Hänger gewidmet. Klar, dass nicht die echten Pferde für diese Übung genommen wurden. Wer will schon ohne Grund ein Pferd in den Hänger führen und wieder raus und wieder rein…. Das macht kein Pferd lange mit und wir wollten keinem Pferd die „Lust aufs Hänger gehen“ austreiben. So durfte jede abwechseln ein „ungehorsames Pferd“ spielen und in den Hänger gehen. Bei diesen Übungen ist eher das Herausgehen schwieriger, da das Pferd rückwärts aus einem engen Bereich gehen muss und nicht viel sehen kann. Umso wichtiger ist zu wissen, wie man seitlich die Rampe absichert, damit das Pferd nicht seitlich abrutscht.

Über die zwei Tage betrachtet schwanden langsam die Ängste der Teilnehmerinnen. Man könnte sogar behaupten, dass sich auch gewisse Paare gefunden haben, die in Zukunft mehr Gelegenheiten haben werden, miteinander etwas Zeit zu verbringen. Ich persönlich freute mich über den Lehrgang, denn nach über 20 Jahren ohne „richtigen“ Kontakt zum Pferd hat sich gewisse Zurückhaltung aufgebaut, die jetzt wieder verschwunden ist.

Noch einige Bilder dazu:

 

 

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: Weasley-Einzel

Weasley-Einzel:

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: T4

Taunusstein 4: „Fledermäuse“

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: T5

Taunusstein 5: „Engel und Teufel“

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: T3

Taunusstein 3: „Tanz der Vampire“

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: T2

Taunusstein 2: „Hotel Transsylvannien“

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: Erwachsenen-Volti

Erwachsenen-Volti: „Ghostbusters“

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: Chili-Einzel

Chili-Einzel:„Piraten der Karibik“

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Bilder zum Familientag am 29.10.2017: T7

Taunusstein 7: „Die Zombies und das Einhorn“

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