Archiv der Kategorie: Lehrgang

Lehrgang mit Daniel Kaiser auf Movie der neuen Generation

Vor Beginn der diesjährigen Turniersaison gelang es dem Voltigierverein RVC Taunusstein Daniel Kaiser für einen Lehrgang mit seinem weiterentwickelten Movie zu verpflichten. Er entwickelte zusammen mit Peter Höppner aus Düsseldorf den Galoppsprung dieses besonderen Holzpferdes. Auch als Voltigierer war er sehr erfolgreich. Er gewann 2016 in Dortmund den FEI Weltcup, gewann Bronzemedaillen bei der Weltmeisterschaft 2008 und bei Europameisterschaft 2009. Doch damit nicht genug, er hat auch die Showtruppe Tra-Volta ins Leben gerufen, die unter seiner Leitung die Sportarten Voltigieren, Akrobatik, Turnen und Parcours kombiniert.

Das Besondere an diesem Lehrgang war, dass er sein Movie mitgebracht hatte. So konnten die M* bis A-Leistungsgruppen des Vereins während des Lehrgangs dieses Movie ausprobieren. Nach dem das Movie mit Hilfe von drei starken Vätern aus dem Transporter ausgeladen und stabil in der Halle aufgestellt war, sammelten sich schon die ersten „Schaulustigen“ um das Gerät. Das war ja auch klar, dass nicht nur die die anwesenden Eltern es sehen, sondern die Trainer es auch gleich ausprobieren wollten.

So startete pünktlich um 9 Uhr die L-Gruppe Taunusstein 3, die gleich den Schwerpunkt der vorgesehen zwei Stunden auf das Vorwärts Schwingen (eigentlich Stützschwung vorwärts) gelegt haben. Damit sich Daniel einen ersten Überblick verschaffen konnte, zeigten alle Turnerinnen diese Übung nacheinander. Bei der zweiten Runde sollten alle nur einen Schwung zeigen, den er mit seinem Tablet aufnahm, um in Zeitlupe die Bewegungen zu analysieren und gleich den besseren Bewegungsablauf zu zeigen. Die Theorie wurde zwischendurch durch zusätzliche Übungen –wie Handstand – ergänzt und auch gezeigt, wie die Volties während des Trainings üben können. Denn seine zentrale Aussage war: “den Handstand auf dem Boden zu zweit üben bis er gut gehalten und ausbalanciert wird. Danach geht man auf das Holzpferd über und erst dann auf das Pferd.“ Während manche die Handstände auf dem Boden übten, intensivierte Daniel mit einzelnen Voltigiererinnen die weiteren Bewegungsabläufe und deren „Geheimnisse“.

In nu sind die beiden Stunden wie im Flug verflogen und es wartete bereits die A-Gruppe Taunusstein 4 auf ihre Trainingsstunden. Und es überraschte kaum jemanden, dass auch diese Gruppe die gleiche Übung gewählt hatte. Also wieder gleiches Vorgehen: jede zeigte bis zu 3 Schwünge, dann einen fürs Video, das zusammen angeschaut und analysiert wurde. Anschließend übten alle am Movie bis der richtige Ablauf auch „gefühlt“ wurde. Für einen passiven Zuschauer, wie ich es an diesem Tag war, war der Unterschied der Ausführung am Anfang zu dem letzten Schwingen augenfällig. Was am Anfang noch sehr eckig und schwerfällig aussah, schien es am Ende leicht und flüssig und ohne großen Kraftaufwand. Da bekam man gleich Lust, es selber auszuprobieren.

Nach der Mittagspause ging es so ähnlich mit der gleichen Übung auch bei den Gruppen T1 und T2 weiter.

Am nächsten Tag stand bereits um acht Uhr die M*-Gruppe Taunusstein 1 in der Halle, um mit Daniel ihre Kür zu feilen. Da es sich dabei um eine Themen-Kür handelte, wurde Daniel kurz in die Geschichte eingeweiht und die Kür mit Musik vorgeführt. Sehr interessant waren für die Teilnehmerinnen die Hinweise, wie er so ein Thema angeht, um die Inhalte mit der Musik und den passenden Übungen zusammen zu bringen. Der Zuschauer sollte fasziniert werden und wörtlich in die Geschichte „reingezogen“ werden. Sprich, die meisten Überlegungen passieren im Vorfeld und dann wird „nur“ an der Darstellung gefeilt, in dem vielen Stunden geübt wird, bis jeder Griff sitzt und eine geschmeidige und fesselnde Kür präsentiert werden kann. Alle weiteren interessanten Tipps werde ich hier aber nicht verraten, die bleiben in der Gruppe.

Leider kann innerhalb von zwei Stunden nicht jede Übung angegangen werden. Für den zweiten Teil entschied sich die L-Gruppe Taunusstein 2 für den Rückwärtsstütz (eigentlich Stützschwung rückwärts). Nach der obligatorischen Runde und der Aufnahme aller Stütze wurden die Bewegungen analysiert und wichtigsten Punkte in der Bewegung besprochen. An einer kleinen Voltigiererin zeigte er verlangsamt, wie jede die Übung ausprobieren und worauf man sich zuerst konzentrieren sollte. Und wen würde es überraschen, wenn die Übung nach diesen zwei Stunden schon perfekt wäre? Also zuerst die richtige Technik „spüren“ und verinnerlichen. Der Lernprozess kann bis zu ein oder zwei Jahren dauern bis die Übung perfekt gezeigt werden kann. Und dies konnten die nachfolgenden Gruppen beim Aufsprung erfahren.

Den Gesprächen während und nach dem Lehrgang konnte man entnehmen, dass der Lehrgang sehr erfolgreich war. Und noch wichtiger ist, dass die Trainer die Tipps und Tricks an die übrigen Gruppen weitergeben, die davon ebenso profitieren werden. Das wird sich dann bestimmt später bei Turnieren bestätigen.

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Bilder zu Movie Lehrgang mit Daniel Kaiser: T1

 

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Bilder zu Movie Lehrgang mit Daniel Kaiser: T2

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Bilder zu Movie Lehrgang mit Daniel Kaiser: T3

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Bilder zu Movie Lehrgang mit Daniel Kaiser: T4

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Winterlicher Longierlehrgang mit Kerstin Bock

Das erste Wochenende im Dezember gehörte die Voltigierhalle den Longiererinnen. Der Verein hatte zu einem weiteren Lehrgang mit Kerstin Bock geladen. Sie gab bereits Anfang des Jahres wertvolle Tipps an die Teilnehmer. Ein weiteres Mal waren beide Tage mit jeweils neun Teilnehmern eng geplant. Diesmal richtete man besonderes Augenmerk auf die beiden neuen Pferde Coco und Monte. Beide befinden sich noch in der Ausbildung. Da sie so unterschiedlich sind, müssen die gegebenen Hilfen und das Arbeiten im Zirkel entsprechend individueller sein. Aber auch bei den übrigen Pferden oder Longiererinnen gab es Dinge, an denen noch gefeilt werden konnte.  

Bereits am zweiten Tag konnte man z. B. bei Coco beobachten, dass er schneller bereit war mit zu arbeiten. Oder wie man bei Weasley erklären kann, dass die Arbeit für ihn im Zirkel die gleiche bleibt, ob ein Voltigierer oben ist oder nicht. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die anders gemacht werden müssen uns schon läuft alles deutlich besser – für beide: Pferd und Longierer. 

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Taunusstein 4 lernt von Sandra

Während der Winter noch in letzten Zügen lag, sind einige neue Mitgliedern aus den unteren Gruppen zur T4 gekommen. Um diese technisch möglichst schnell abzuholen, hat sich die Trainerin Gisela zusammen mit den Mädels und einem Jungen überlegt, dass dies am schnellsten geht, wenn es während eines Lehrgangs passiert. So kam bereits am Freitagabend Sandra S. in die Halle, um sich die Gruppe anzusehen und einen konkreten Trainingsplan für die nächsten zwei Tage an die Bedürfnisse der Mitglieder anzupassen.

So ging es mit Schwerpunkt Stützübungen und Aufsprung am nächsten Tag an die Arbeit. Nach diversen Aufwärmübungen ging es an den Movie. Jeder sollte auch lernen, zu beschreiben, was während der Übungen passiert und worauf zu achten ist. Denn die Koordination der Bewegungen beginnt bereits im Kopf und durch die Wiederholungen gehen sie ins „Blut“ über.

In der nächsten Einheit wurden die „Trockenübungen“ mit Mellon geübt. Denn wenn ein Holzpferd – auch mit einem Motor- ein geduldiges Gerät ist, sind die Bewegung eines lebendigen Pferdes durch nichts zu ersetzen. Nach dem Mittagessen ging es mit den Übungen weiter. Und auch an dem nächsten Tag hatte Sandra spannende Übungen parat. Und wieder hat es sich bestätigt, dass so ein intensives Training am Wochenende zwar anstrengend ist aber auch viel bring.

Einige Bilder des Lehrgangs:

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Verbandslehrgang mit Alice Reitz

Am letzten Wochenende in Februar 2018 fand der jährige Verbandslehrgang mit Alice Reitz statt – diesmal auf dem Hofgut Hüttenmühle im idyllischen Köpperner Tal im Taunus. Alice Reitz voltigiert im Team Riedmühle I vom RVV Butzbach und ist auch als Einzelvoltigiererin sehr erfolgreich. Zu ihren Erfolgen zählt u.A. der Hessenmeistertitel im Einzelwettkampf, den sie 2015 in Hungen holte. Um dem großen Interesse Rechnung zu tragen, entschied man sich, pro Gruppe nur eine Einheit von 1,5 Stunde zu gewähren. Am Sonntag reisten vom Taunussteiner Verein RVC die Gruppen Taunusstein 2 und Taunusstein 3 bei herrlichem Sonnenschein aber frostigen Temperaturen an.

Aus dem Bereich Krafttraining zeigte Alice einige Übungen, die besonders bei dem Aufsprung hilfreich sind. Mit Hilfe von zwei parallel gestellten Kavalletti können die Armmuskeln trainiert werden. Dazu setzt sich eine Person als Unterstützer quer drauf und die Turnerin stellt sich in Viererstand auf die Kavalletti. Sie senkt oder hebt nur den Oberkörper, wobei das Gewicht auf die Arme gelagert wird. Bei Bedarf kommt Unterstützung von der sitzenden Person.

Parallel dazu übten die Mädchen den Aufsprung auf den Bock. Ohne ein Trampolin ist es dann doch etwas anders als im heimischen Stall. Hier zeigte Alice, dass die richtige Absprungstelle genauso wichtig ist wie die Körperstellung und die Bewegung des Beins, das nach oben geht.

Die letzte 30 Minuten der Einheit stand die Kür unter dem prüfenden Blick von Alice. Nach dem ersten Durchgang wurde noch hier und da die Technik bei einigen Hebungen verbessert.

Um die geänderten Elemente nochmal zu festigen, zeigte die Gruppe die verbesserte Kür. Danach waren nicht nur Alice sondern auch die Trainerin Johanna sichtbar zufrieden. Klar, jetzt muss nur noch die „Leichtigkeit“ trainiert werden und die neue Saison kann kommen.

 

Einen leicht abgewandelten Schwerpunkt wählte die Gruppe Taunusstein 3. Sie fokussierte sich auf Kraftübungen für die Beine, um die Sprungfähigkeit zu verbessern. Dazu wurden unterschiedliche Sprünge – mit oder ohne Drehung – während des Laufens angewendet.

Im Verlauf des Lehrgangs zeigte Alice weitere Übungen für die Armmuskulatur, die helfen sollten, den Stützschwung vorlinks zu verbessern. Dazu wird mit Hilfe von einer zweiten Person auf einem erhöhten Kavalletti Handstand gemacht. Dann in dieser Position wird – wie beim Liegestütz – der Körper runter und wieder hochgedrückt.

Auch diese Gruppe war gespannt, wie die Meinung zu ihrer Kür ausfallen würde. Bei dem ersten Durchgang schien es noch als wenn diverse Absprachen bei den Übungen notwendig wären. „Also alles wieder vom Beginn an und diesmal bitte ohne Reden. Ich möchte nur das Zählen hören! „, so die klare Ansage von Alice. Und es ging tatsächlich auch ohne das. Sogar die Zeit von 4 Minuten wurde nicht überschritten, obwohl neun Voltis geturnt haben. Mit einem kleinen Lächeln sagte sie danach: „Es geht doch ohne Plappern. Mir ist nur aufgefallen, dass die Aufsprünge sich wiederholen. Tauscht den einen oder den anderen aus und dann ist es gut“.

Und schon war auch diese Einheit um. Fast gleichzeitig wurden die Geräte aus der Halle geräumt, damit die Reiter die Halle in der Mittagspause für sich nutzen konnten, denn Nachmittag warteten noch einige Gruppen auf ihre Einheiten mit Alice. Nach einem traditionellen Gruppenfoto – inklusive Trainer und Alice, die jetzt auch Zeit dafür hatten – wurde beim Mittagessen im Stübchen über verschiedenen Themen weiter aufgeregt diskutiert. Nach einem erfolgreichen Lehrgang ging es dann mit vielen Tipps in der Volti-Tasche zurück nach Taunusstein.

 

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Bilder vom Verbandslehrgang mit Alice Reitz: T3

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Bilder vom Verbandslehrgang mit Alice Reitz: T2

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