Archiv der Kategorie: Einzelvoltigierer

Corcovado mit Einzel unterwegs nach Dieburg

Das Erste Turnier mit Corcovado lief schon gut. Nun sollte die Anforderung gesteigert werden. Diesmal wurden gleich drei Einzelvoltigiererinnen genannt. Auch die Fahrt nach Dieburg war anders. Im Hänger war dieses Mal Corcovado alleine aber das war kein Problem. Der Trubel vor Ort schien ihn auch nicht besonders stark zu irritieren. Im Zirkel lief er dann schon sehr gut und Marion war äußerst zufrieden mit ihm. „Da kann nun die Gruppe vielleicht noch in Oktober ein Pflichtturnier wagen“, so ihre Meinung dazu. Auch die drei Einzeln konnten zufrieden sein. Da es in diesem ersten Schritt mehr um Corcovado und seine Ausbildung ging, waren die Wertnoten nicht so wichtig. Trotzdem freuten sich Alina wie Larissa über je eine goldene und Mia über eine silberne Schleife.

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Monte und Coco schnuppern Turnierluft

Die Longiererinnen Johanna und Marion der beiden neuen Pferde Montreal (Monte gerufen) und Corcovardo (Rufname Coco) waren sich sicher, dass die beiden nun so weit sind, mit Einzelvoltgierern an einem Turnier Erfahrung zu sammeln. So wurde für diese Premiere das Turnier in Roßdorf ausgeguckt. Für Lisann bot sich damit wieder die Gelegenheit zu starten, so viel ihr die Zusage nicht schwer. Da Monte in ihrer Gruppe läuft, hat sie bereits Erfahrung mit ihm sammeln können. Und eine Kür war auch schnell zusammengestellt, schließlich ist sie in der Vergangenheit auch als Einzel erfolgreich gestartet.

Die Ausbildung von Coco fand zusätzlich sonntags statt. Hier trainierten gleich drei Mädchen aus der Gruppe mit, der Coco angehört. Aber an dem Turniertermin konnten leider nur Larissa und Mia starten. Beide haben auch in der Vergangenheit als Einzel an Turnieren teilgenommen. So bot sich auch diesen beiden die Gelegenheit, überhaupt in diesem Jahr als Einzel zu starten.

Die beiden Pferde haben die Fahrt nach Rossdorf zusammen gut überstanden. Man könnte denken, dass die beiden sich gegenseitig Mut zugesprochen haben und froh waren, dass sie gemeinsam die Erfahrung sammeln konnten. Schließlich war es für beide das erste Turnier als Voltigierpferd. Und dass haben sie auch gut gemeistert. Monte und Coco haben auch gezeigt, dass sie mit der Turnier Atmosphäre gut zurechtkommen. Beide Longiererinnen waren mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Nun können beide Gruppen auch über einen Pflichtstart noch in diesem Herbst nachdenken.

Für die drei Einzel ist der Start in der Leistungsklasse A ebenfalls gut gelaufen. Lisann erreichte den zweiten Platz mit der Wertnote 5,937, nur wenige Hundertstel hinter der Erstplatzierten. Der dritten Platz gehörte Larissa mit der Wertnote 5,884. Mit der Wertnote 5,515 hatte Mia den fünften Platz erreicht.

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Zweiter Platz für T1 bei der Kreismeisterschaft des KRB Wiesbaden-Main-Taunus in Kriftel

An dem Wochenende vom 31. August und 1. September veranstaltete der Reit und Fahrverein Kriftel die Hessische Meisterschaften in Voltigieren 2019 und die Kreismeisterschaft des KRB Wiesbaden-Main-Taunus.

In der Leistungsklasse M* nahm die Gruppe Taunusstein 1 teil. Sie erreichte in dem normalen Wettbewerb mit der Wertnote 5,708 den dritten Platz. Gestartet sind Salma Assouli, Kaya Diehl, Helen Giesen, Chiara Hüllen, Lena Kölbel, Rexhaus, Larissa, Kyra Rohlf und Leonie Thomas. Die Trainerin Marion Müller longierte das Gruppenpferd Ron. In der Wertung der Kreismeisterschaft des KRB Wiesbaden-Main-Taunus erreichte die Gruppe knapp hinter Idstein 1 den zweiten Platz.

Gleich nach der Siegerehrung ging es für Kyra Rohlf zur nächsten Kreismeisterschaft – diesmal im Springen – nach Idstein. Auch hier sicherte sie für den RVC den dritten Platz.

Bereits sehr früh am Samstagmorgen startete die Gruppe T4 in der A-Prüfung. Nach dem Pferdewechsel war es der erster gemeinsamer A Start mit einer Kür auf Chili. Da Chili seinem Namen alle Ehre macht, kann man nicht nie sicher sein, dass er nicht was „ausheckt“. Da er diesmal jedoch brav galoppierte, verflog nach der Pflicht die anfängliche Nervosität der Gruppe wieder und die Kür lief gut. Die Gruppe war besonders stolz sowohl auf ihre eigene Leistung als auch auf die von Chili und auf die von Franziska Laatz, die Chili besonnen longierte, im Besonderen. Denn die Peitsche verlor mitten in der Kür den Schlag. So daß kurzfristig viel Stimmeinsatz von Franzi zum Treiben erforderlich wurde. Julia rannte wie ein Blitz die Ersatzpeitsche holen und es wurde schnell getauscht. Die Gruppe belegte den 1. Platz mit einer Wertnote von 5,030.

Besonders freute sich Julia Haag über den Preis für die beste Pflicht in dieser Leistungsklasse. Es starteten: Luca Marie Döpp, Julia Haag, Mirjam Klink, Carlotta Orth, Jolina Reith und Selina Roth.

Am Sonntagnachmittag startete der zweite Teil der Gruppe T4 in der Prüfung der Nachwuchsgruppen. Auch hier waren alle mit der Leistung von Chili, Franzi und der Gruppe sehr zufrieden. Sie belegten mit einer Wertnote von 5,137 den 3. Platz. Es starteten: Lena Ertel, Sophia Koudelka, Sarah Lehmann, Raja Scheid, Aika Scheid und Sophie Zahn. Sie wurden von Franziska Laatz longiert und Julia Haag war Hochhelfer.

Ein Dank geht an alle Unterstützer, Helfer und Fahrer ohne die die Starts nicht möglich gewesen wären.

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Was für ein „Zirkus“

An einem sonnigen Sonntag Ende Juni öffnete ein besonderer Zirkus seine Manage. Als erste Attraktion bot die Gruppe Spielen rund ums Pferd 2 eine Zebradressur dar. Vier kleine Zebras liefen mit Begleitung der Trainerinnen Aleyne und Melanie in das „Zirkuszelt“ ein und balancierten zuerst gekonnt auf einem Kavalletti. Dahinter lief ein Zebra ein, das schon durch seine Größe auffiel. Na so was, dieses vermeintliche Zebra war Weasley. An der Longe stand diesmal Ann-Kathrin. Unter unsichtbaren Hilfestellungen der Trainer führten alle vier kleine Zebras brav ihre Übungen vor. Es war nicht zu überhören, dass das Publikum begeistert war.

Kaum verließen die „Zebras“ die Manege, schon liefen die Seiltänzerinnen mit bunten Bändern rein. Ups! Was ist mit dem Band der einen Tänzerin los? Die Trainerin Nadine eilte zur Hilfe und löste das Problem umgehend. Die Vorführung lief dann wie geplant. Zuerst balancierten alle unter Susannes Anleitung über dem „Seil“ und dann anschließend auf Chili, den Brigitte longierte.

Das Publikum bedankte sich mit lauten Klatschen bei allen Seiltänzerinnen des Spielens rund ums Pferd 1 und begrüßte anschließend die gemischte Raubtiergruppe Taunusstein 9 – darunter ein weißer Tiger der die Palette der Fellfärbungen vervollständigte. Das Pferd Lascar, das Bettina longierte, ließ sich nicht durch die vielen kleinen „Kätzchen“ aus der Ruhe bringen. Selbst als diese auf seinem Rücken turnten, lief er seine Runden. Alle sieben Raubkatzen gehorchten der Trainerin Viola aufs Wort.

Was wäre aber ein Zirkus ohne Clowns? Nichts! So turnten (Bild mit Purzelbaum) gleich gut ein halbes Dutzend bunt gekleideten Clowns der Gruppe Taunusstein 10 in den Zirkel. Die Trainerinnen Luca und Julia begleiteten sie. Gleich dahinter kam auch der „Clown“ Weasley begleitend von Ann-Kathrin. (Bild) Wie schön das bunte Treiben war, kann man den Fotos auch im Nachhinein ansehen.

Und wenn schon so eine Menge Zuschauer in der Halle präsent war, durfte sich auch Corcovado vorstellen und selber lernen, mit dieser Situation zurechtzukommt. Nicht nur die Longenführerin Marion war gespannt, wie er reagiert, sondern auch alle anwesenden Trainer. Die Zuschauer schauten der kleinen Vorführung von Alina und Larissa gespannt zu. Alles lief gut. Selbst als die Menge anfing zu klatschen, nahm es Corcovado ziemlich gelassen. Marions war nun überzeugt, dass er demnächst mit richtigen Turnieren als Einzel beginnen darf.

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Bilder zum Volti-Café: Vorführung mit Coco

Vorführung:

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Schnupperkurse in den Osterferien 2019

Leider hat das schöne Wetter der Osterfeiertage nicht bis zum Schnupperkursende gehalten, aber den Spaß der Kinder minderte das nicht wirklich. Denn für viele kleine aber auch für große Mädchen kann es nichts Schöneres geben als ein paar Tage mit Pferden zu verbringen. Da diesmal nur wenige Pferde zur Verfügung standen, musste die Anzahl der Teilnehmer begrenzt werden. So kamen nur eine Bambini und eine Gruppe mit älteren Kindern zustande.

Die Kinder haben in den drei Tagen gelernt, wieviel Pflege ein Pferd braucht und sich aktiv am Sammeln der „Pferdeäpfel“ oder dem Stopfen der Heunetze beteiligt Die wichtigsten Grundfiguren wurden zunächst auf dem Holzpferd erlernt, bevor die Kinder diese dann auch auf dem lebenden Pferd ausprobieren konnten. Dies geht aber nur mit der Unterstützung von ihren „jungen Trainerinnen“, die alle in den Leistungsgruppen des RVC starten und diesen Sport wettkampfmäßig betreiben. Für die Abschlussvorführung, zu der die Eltern und Familienangehörigen eingeladen wurden, übten die Kinder auch eine Kür ein, bei der gleichzeitig zwei Kinder auf dem Pferd turnen.

An dem „großen“ Tag eröffnete Vorstandsmitglied Henriette die Abschlussvorführung und gab einen kurzen Einblick in den Ablauf. Als erste Gruppe durften die „ganz Kleinen“ Bambinies auf dem „großen“ Ron ihre Übungen präsentieren. Ron wurde longiert von Marion Müller. Die beiden Co-Trainerinnen Lena und Luca haben diesmal ein zusätzliches Krafttraining absolviert, da die Kinder auf den Ron höher gehoben werden mussten als sonst. Auf den Gesichtern der 4- bis 5-jährigen Kinder sah man die Begeisterung, auch wenn die Beine nicht so gut über den Gurt passten. Damit die Pferde in etwa gleich ausgelastet wurden, durften vier Bambinies bei der zweiten Gruppe ihre einstudierten Übungen zeigen. Die zweite Gruppe zeigte ihr Können auf dem neuen Pferd Montreal. So wie es für die Kinder eine Prämiere war, war es auch eine Premiere für Montreal und seine Longenführerin Salma, eine Vorführung vor Publikum durchzuführen. Montreal ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen, wie man es von ihm aus dem Training mit der eigener Leistungsgruppe Taunusstein 2 gewohnt ist. So turnten die Kinder ruhig auf seinem Rücken und genossen die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Da er etwas kleiner ist als sein Vorläufer Ron, mussten die Co-Trainer Gea und Julia nicht so hoch heben.

Nach einer kurzen Pause nutzte der Verein die Gelegenheit, dem zweiten neuen Pferd Corcovardo zu zeigen, wie es an einem solchen Tag während eines Turniers mit Publikum aussehen kann. Da nur das Pferd alleine im Zirkel galoppieren zu lassen nicht gerade sehr spannend ist, zeigte Larissa als Einzel-Voltigiererin ihre Pflichtübungen und einige Teile aus ihrer Kür. Coco, so sein Rufname, hat die Situation gut gemeistert, ohne sich durch die Anwesenheit der Zuschauer ablenken zu lassen. Durch diese positive Erfahrung kann man ihn bald mit guten Gewissen an einem Turnier teilnehmen lassen.

Nach diesem kleinen Einblick in das Einzelvoltigieren konnten die Eltern betrachten, wie es mit einer Gruppe aus erfahrenen Voltigierern auch zu zweit auf einem Pferd aussehen könnte. Die Übungen wurden aus Sicherheitsgründen „nur“ auf einem Holzpferd gezeigt, da die Zeit der Co-Trainer nicht ausreichte, alles auf einem Pferd einzustudieren. Die Sicherheit der Kinder und auch der Pferde steht an erster Stelle.

Zum Schluss haben alle Teilnehmer der Schnupperkurse als kleine Erinnerung eine Urkunde ausgehändigt bekommen und mit einem gemeinsamen Foto ging dieser Tag zu Ende. Eine kleine Bestätigung haben auch die Trainer bekommen als sie sahen, dass manche Kinder sehr traurig über das Ende des Schnupperkurses waren. Aber diesen Kindern kann man helfen: wieder einen Schnupperkurs mitmachen oder sich gleich auf die Warteliste setzen lassen.

Bilder der beiden Gruppen:

Corcovado stellt sich vor:

Bilder der Vorführung der Trainer:

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Bronzene Sportnadel für Salma Assouli

Der Sportkreis Rheingau-Taunus ehrte Taunussteiner L-Einzelvoltigiererin für ihr Hessen-Cup Sieg 2018.

Am 6. April lud Manfred Schmidt, Vorsitzender des Sportkreises Rheingau-Taunus, zur Sportlerehrung 2019 in die Nikolaus-August Otto Schule in Bad Schwalbach ein. Jährlich werden die Sportlerinnen und Sportler geehrt, die im vergangenen Jahr auf nationaler Ebene einen Hessentitel errungen haben. Diesmal wurde eine Sportlerin des Reit und Voltigierclubs Taunusstein für den Hessen-Cup Sieg 2018 im L Einzelvoltigieren mit der bronzenen Sportnadel geehrt. Die Longenführerin und Trainerin Franziska Laatz war leider beruflich verhindert und auch der tierische Sportkamerad Chilipepper musste zu Hause bleiben. Die bronzene Sportnadel mit einer Urkunde überreichte Manfred Schmidt gemeinsam mit Landrat Frank Kilian an Salma Assouli. Herzlichen Glückwunsch auch an die Trainerin und Chilipepper, denn ohne beider Engagement und Freude an diesem außergewöhnlichen schönen Sport wäre dieser Erfolg für Salma nicht möglich gewesen.

Salma beendete Anfang Januar ihre Laufbahn als Einzelvoltigiererin und konzentriert sich jetzt auf das Gruppenvoltigieren, sowie auf ihre erste eigene Gruppe als Longenführerin mit Chilipepper. Hierfür viel Erfolg!

    

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Bilder vom Familientag 2018: Einzel Dienstag

Thema war “Die Geschichte von Pferd und Mensch”

Beitrag von Einzel: “Barockreiten”

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Bilder vom Familientag 2018: Einzel Freitag

Thema war “Die Geschichte von Pferd und Mensch”

Beitrag von Einzel Freitag: “Brückenschlag zum RVC”

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Familientag: Die Geschichte von Pferd und Mensch

Und schon meldete sich wieder der Oktober und der damit verbundene Saisonabschluss. Der RVC kann auf tolle Erfolge bei diversen Turnieren zurückblicken, aber auch an die weniger schönen Geschehnisse denken. Diese traten in den Hintergrund, denn ein Familientag soll allen nur gute Laune machen. Wie so oft waren die Temperaturen nicht mehr im zweistelligen Bereich, aber mit einer weiteren Schicht Pullover und einer Schüssel heißer Suppe ertrug man es. Die Zuschauer waren schon gespannt, was sich die Gruppen T1 bis T7 für den Familientag ausgedacht und eingeübt haben. Ehrlich gesagt war das Motto schon etwas speziell. Klar, hatte es mit Pferden zu tun, aber es sollte auch Raum für das Voltigieren lassen und eine ganze Geschichte erzählt werden. Das Motto hieß diesmal: Die Geschichte von Pferd und Mensch. Und — schon Ideen im Kopf?

Auf den von den Kindern gemalten Bildern, die die Bande der Halle schmückten, konnte man die unterschiedlichen Nutzungsbereiche der Pferde entdecken. Aber sind es auch die Geschichten, die sich die Akteure ausgedacht haben? Dann fangen wir einfach an!

 Vor langer, langer Zeit, als die Urpferde bereits stattliche Körperhöhen erreicht hatten, fanden die Menschen heraus, dass man diese schönen Tiere nicht nur jagen und genüsslich verspeisen kann, sondern sie auch nutzen und ganz toll liebhaben kann. Insbesondere entdeckten sie den „Himmel auf dem Rücken“ derselben. Wie es wohl anfing, zeigte die Gruppe T3. Ob es die Neugier von Lascar war oder doch nur die vollen Jackentaschen mit Möhren dazu führten, dass er zu den am Feuer sitzenden Kindern kam, können wir nur mutmaßen. Aber er ließ die Kinder aufsteigen. Zuerst nur sitzend, dann mit immer mutigeren Übungen. So wurde ein neuer Sport entdeckt. Seit damals hat sich einiges geändert: es wird ein Gurt mit Pad benutzt und die Übungen werden heute spektakulär auch mal zu dritt ausgeführt.

Moment mal, das war doch nicht alles! Die Pferde wurden auch anders eingesetzt. Zum Beispiel im entfernten Asien haben die mongolischen Völker das Reiten für sich entdeckt. Nicht nur zu kriegerischen Zügen trugen die Pferde die Mongolen, sondern auch zu Festzwecken zeigten diese ihre akrobatischen Geschicke. Wie das ausgesehen haben könnte präsentierte die Gruppe T7 auf Weasley in ihren wunderschönen Kostümen.

 Dass es bei den Mongolen auch wild zuging, zeigten die Erwachsenen-Voltigierer mit ihren „Anführer“ Marion alias Dschingis Khan. Damit sie nicht immer hinter einem Pferd herrennen mussten, haben sie einfach ein Holzpferd ans Lager gestellt, gefeiert, und sich Zeit für ihre Übungen genommen, die sie zur einer Kür ausgebaut haben. Trotzdem blieb etwas Zeit für die Pferde, Kämpfe und das Maskottchen „Euli“, die auch nach Aufmerksamkeit verlangte.

 Die Welt und die Gesellschaft entwickelten sich weiter und die Zeit des Barocks hatte Auswirkungen auf die Pferde und das Reiten. Dies zeigten die Einzelvoltigiererinnen auf Chili. Mit bunten Rüschenröcken „tanzten“ die drei Tänzerinnen nicht nur auf Chilis Rücken, sondern auch auf dem Boden. Per Zeitsprung ging es dann von der Barock-Vorführung in eine andere Zeit, wo das Voltigieren bereits als Sportart entdeckt war. In der abschließenden Tanzeinlage konnte ein aufmerksamer Beobachter die Tanzelemente aus dem Film „Schuh des Manitus“ entdecken.

 Eine perfekte Überleitung zu dem nächsten Thema „Cowboys und Indianer“ von T6. Die Gruppe hat auf ein weißes Pferd namens Wheasley umgesattelt – oh pardon umgegurtet – und zeigte, dass die Cowboys und die Indianer durchaus friedlich tolle Übungen zusammen einüben und zeigen können.

 Nach der Pause wurden die Zuschauer in den Zirkus versetzt. Es gab vier wilde Zebras, die wie verzaubert der Peitsche des Dompteurs gefolgt sind. Auch die lustigen Clowns fehlten nicht, die sich einen Scherz mit dem Publikum erlaubten. Und gleich darauf „schwebten“ die Tänzerinnen über den Sand, gefolgt von Artistinnen, die verschiedenen Hebungen zeigten. Die Zauberin konnte es nicht lassen und zog einen kleinen Hasen aus ihrem großen blauen Hut. Na sowas, hat sich da noch ein Cowboy der vorherigen Gruppe mit Chili eingeschlichen? Aber nein, der gehört auch dazu, denn schließlich kann dieser auch diverse Kunststücke mit Lasso, Pistole oder mit Messer im Zirkus zeigen. Ich glaube, da muss man nicht extra betonen, dass dann auch alle zusammen Volti-Übungen auf Chili gezeigt haben.

 Nach so viel Lustigen wurde es mit der nächsten Gruppe T2 schlagartig ernster -Pferde werden auch bei der Polizeistaffel eingesetzt. So kann es passieren, dass sie schnell zu einem Ort eilen müssen, um Schlimmes zu verhindern. Ein Schuss! Eine Person fällt zu Boden! Oh nein, ein hinterlistiger Mord ist passiert. Und gleich ist es zum Einsatz gekommen. Die Polizisten befragen die Zeugen und halten auch mal Neugierige vom Tatort fern. Die Spurensicherer in weißen Anzügen untersuchten den Tatort, bevor die Leiche weggetragen wird. Und wo ist der Täter? Nach einer kurzen Volti-Such-Aktion mit Seppel wurde er unter dem Holzbock gefunden.

Die T2 Volti-Mitglieder haben sich bei Seppel für die tollen Jahre mit einem riesen Strauß Möhren bedankt. Er wird zukünftig keine Leistungsgruppe mehr tragen und geht in den aktiven Ruhestand. Das heißt, dass er zwar noch bei einer niedrigen Gruppe und bei Einzel zum Einsatz kommt, aber eben nicht mehr bei einer Leistungsgruppe.

 Wer ein erfolgreicher „Ritter“ der T4 werden will, muss auch ohne Pferd üben. So stellten sich alle „Ritter“-Anwärter um das Holzpferd herum und schauten zu, wie abwechselnd einzelne “Kämpfe“ auf ihm ausgetragen wurden. So mussten beispielsweise zwei Anwärter sitzend fechten oder auf einem Bein balancieren. Wie sie es gezeigt haben, werden sie alle gute „Ritter“ werden.

Es gab aber auch hier eine Verabschiedung. Nach 25 Jahren im Verein als Trainerin möchte Gisela kein neues Pferd mehr ausbilden und sich ganz aus dem Trainerleben zurückziehen. Sandra, die aktuelle 1. Vorsitzende des RVC ist, bedankte sich bei Gisela für die jahrelange wertvolle Unterstützung beim Training, bei Turnieren und allen anderen Veranstaltungen, bei denen sie die Voltigierer begleitet hat. Und wenn sie an die Vergangene Zeit denken möchte, kann sie auf die überreichte Foto-Collage mit einigen ausgewählten Momenten schauen.

Um das Thema Trainer zu vertiefen, haben sich die Einzel-Voltigierer um Mellon was Lustiges einfallen lassen. Die Zuschauer wurden zur aktiven Mitarbeit motiviert, denn sie sollten erraten, welchen Trainer oder Longierer die Einzel gerade mimten. Und es hat wirklich funktioniert. Als Elternteil bekommt man den jeweiligen Gruppentrainer nur kurz zu sehen, aber bei den Kindern ist das anders. Die Einzel haben die Personen so gut dargestellt, dass alle erkannt wurden. Es ist schon witzig, wie wenige Bewegungen ausreichen, jemanden zu erkennen. Dem Gelächter nach hat es neben den Trainern auch dem Publikum sehr gut gefallen.

 Nach der Vergangenheit und Gegenwart kommt nun die Zukunft an die Reihe. Dieses Thema hat sich die Gruppe T1 ausgesucht. Sichtbar um Jahrzehnte gealtert, wenn man nach der Haarfarbe gehen würde, bewegten sich alle roboterähnlich. Man fühlte sich als wenn man einen Science-Fiction Film schaut. Alle hörten auf die Anweisungen der Trainerin auf dem Podest, die wie eine Statue darauf stand. Die Bewegungen wurden geschmeidiger als die Gruppe ihre Kür auf Ron präsentierte. Na dann können wir gespannt sein, wie es wirklich wird.

Das war wieder ein gelungenes Fest mit vielen tollen Ideen, die alle Gruppen kreativ umgesetzt und damit dem Publikum einiges geboten haben.

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